Dienstag, 3. November 2015

[NaNoWriMo] Ich bin ein... Pantser!


Wir haben jetzt schon drei Tage NaNoWriMo hinter uns. Aktuell stehe ich bei 5200 Wörter, was für mich wirklich eine Riesenmenge bedeutet.


Denn dieses Jahr ist es für mich eindeutig anders. Ich hätte nie gedacht, dass dieser Moment einmal kommen wird. Die letzten fünf Jahre war ich immer ein Plotter. Ich hatte meist schon Anfang Oktober mit dem Plotten begonnen.

Leider bin ich dieses Jahr durch diverse Gründe nicht dazu gekommen. Weshalb ich ausnahmsweise vom Team Plotter ins Team Pantser wechseln werde. Pantser, das ist das Gegenteil vom Plotter. Ein Pantser fängt mit dem Plotten erst beim Start an, er hat praktisch nichts da außer einer Grundidee.

Das ist auch für meine Geschichte so. Ich habe zwar eine Ahnung, worum es darin gehen soll, aber überhaupt keine Erklärungen. Mir fehlen auch die Biografien der Charaktere. Das heißt, ich schaffe im Moment Charaktere, ohne zu wissen, wie sie eigentlich drauf ticken oder welches Schicksal meine Geschichte für sie bereithalten wird. Gut, dass ich sie alle zumindest lieb gewonnen habe.

Eigentlich ist das Pantserdasein nichts für mich. Ich muss schon im Vorfeld alles wissen, wohin meine Geschichte sich in etwa bewegen soll. Motivation gibt mir zum Beispiel die Aussicht darauf, diverse Lieblingsszenen aus dem Kopfkino endlich niederschreiben zu können.

Aber im Moment habe ich wirklich keine Ahnung und ich bin froh über jedes Wort, das ich schreibe. Es ist schon eine interessante Erfahrung, die ich - ich kann es schon jetzt sagen - hoffentlich nicht wiederholen werde, das kann bei mir schön an den Nerven zerren. Und ich weiß auch schon nach 5000 Wörter, dass ich einiges überarbeiten müsste. Mein Schreibstil hat sich total geändert, normalerweise versuche ich sauber und durchdacht zu schreiben. Ergibt ja auch mehr Wörter. Aber diesmal habe ich keine Ahnung. Ach je. Aber okay, da mache ich mir Gedanken drum, wenn ich die 50000-Wörter-Grenze hinter mir habe. Ich hoffe, ich schaffe sie. Das wäre wirklich komisch für mich, sie nicht zu schaffen. Ich schätze, ich bin schon etwas verwöhnt diesbezüglich...

Erster Satz:
Kaum war Tomoki Okuda mit weit aufgerissenen Augen aufgewacht, da verspürte er schon gleich eine unglaubliche Übelkeit, worauf er sich gleich zur Seite umdrehen musste, um sich zu übergeben.

Was mir gefällt:
Er zeigte in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Die grellweißen Straßenlaternen, die sich in der Ferne befanden, hatten begonnen zu flackern.
"Was ist das?", fragte Aimi unsicher.
Bevor Tomoki ihr antworten konnte, dass er keine Ahnung hatte, sah er, wie die Straßenlaternen plötzlich rot leuchteten. Dafür flackerten die nächsten Lichter.
Warum würden sie auf einmal rot sein?
Rot... war keine gute Farbe.
Rot bedeutete immer Gefahr.

Letzter Satz:

"Nun... irgendwie sollten wir versuchen..." Nate sah sich suchend um. "... unsere Klamotten zu finden. Hast du eine Idee, wo die sein könnten? Oder sind wir versehentlich einem Nudistenclub beigetreten?"

Kommentare:

  1. Ich hab deine NaNo-Beiträge in den letzten Jahren schon immer gern gelesen <3
    Schade, dass es diesmal nicht so fließend läuft wie die letzten Male. Aber wenn du es sonst gewohnt bist, einen Plan zu haben, ist es wahrscheinlich ganz normal, dass dir das Pantser-Sein nicht so liegt ...
    Ich bin da so ein Mittelding aus beidem. Ich mag es, einen Plan zu haben. Zugleich will ich aber nicht alles wissen, sondern mich beim Schreiben überraschen lassen. Genaueres schreibe ich die Tage mal in einem Extra-Post auf dem Blog. Mal gucken, wenn's ok ist, übernehme ich evtl. dein "1. Satz"/"Was mir gefällt"/"Letzter Satz" ;)
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg! ^____^

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    1. Danke! Ja, das Ganze fällt mir echt nicht leicht. Ich wär schon froh genug, wenn ich irgendwann diesen Mittelding-Zustand erreichen könnte. :D

      Klar kannst du mein Satzkram übernehmen, kein Problem. ^__^

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  2. Ich ziehe ja immer den Hut vor euch allen! Ich weiß nicht, ob ich so einen NaNoWriMo durchhalten würde. Irgendwie hat sich in mir dieses romantisch-verklärtes Bild festgesetzt,dass Schreiben spontan ist und einfach fließt - obwohl ich natürlich weiß, dass die Realität anders aussieht und ein Großteil der Buchautoren von Anfang an viel an Charakteren und Plot arbeiten,bevor es richtig mit Schreiben losgeht.

    Ich freue mich jedenfalls, dass du uns hier so ausführlich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt und bin gespannt, was du im weiteren Verlauf des Monats noch berichten wirst :)

    Viel Schaffenskraft, Motivation und Ideen wünscht dir
    Kathrin

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