Freitag, 24. Juli 2015

Það er niets mieux que los languages


Das war Isländisch, Niederländisch, Französisch, Spanisch und Englisch.
Hihi, das ist für mich vielleicht der merkwürdigste Titel für einen Blogeintrag gewesen. Aber falls jemand immer noch eine Übersetzung braucht: "Es gibt nichts Besseres als Sprachen."  ^__^

Das trifft nämlich auf mich zu, ich kann mich schnell für Sprachen begeistern. Das war schon seit frühester Kindheit so. Ich war immer von dem Englisch/Französisch-Wörterbuch meiner Mutter begeistert, auch wenn ich die Wörter größenteils deutsch ausgesprochen habe. Die fremden Wörter haben mich einfach fasziniert. Es ist schade, dass zu meiner Zeit es keinen Englischunterricht im Kindergarten oder in der Grundschule gab, das hätte mir als Kind sicher auch viel Spaß gemacht.

Nach der Grundschule gab's endlich Englischunterricht. Anfangs war ich noch mit der englischen Aussprache arg überfordert und es brauchte viele Jahre, bis ich das einigermaßen konnte. Es wurde auch gleich zu meinem Lieblingsfach, auch wenn es mich vor mündlicher Mitarbeit gegraust hat. Ich bin mehr der visuelle Typ, ich erfreue mich einfach an dem Anblick fremdsprachiger Wörter. ^__^

Dann stieß ich mit etwa elf Jahren auf die Biografie über den Sohn des letzten Zaren, Alexej Nikolajewitsch Romanow (1904-1918). Seine Lebensgeschichte hat mich wirklich traurig gemacht, das weckte daraufhin mein Interesse für russische Geschichte. In der Biografie gab es Fotos von Alexejs Hausaufgaben, was ich total interessant fand, und ich war verwirrt, dass ich nichts lesen konnte, nur vereinzelte Buchstaben. Dann erinnerte ich mich an ein anderes Buch, in dem es über Schriften ging, dort wurde auch das kyrillische Alphabet erläutert. Ich war so froh, als ich auf einmal merkte, dass ich jetzt auch kyrillische Buchstaben lesen konnte. In einem Schulheft musste Alexej alle Romanow-Zaren auflisten und ich konnte voller Freude Buchstabe für Buchstabe lesen und zum Schluss dann "Papa - Nikolaj Alexandrowitsch". Für mich war das tatsächlich so, als ob ich ein Geheimcode geknackt habe und in den darauffolgenden Tagen habe ich meine Mutter damit genervt, deutsche Wörter auf kyrillisch zu schreiben. Leider gab es damals kein kindgerechtes Russischbuch, von daher habe ich nur ein paar russische Phrasen aus irgendwelchen Artikeln über Russland lernen können. Das kyrillische Alphabet kann ich bis heute noch lesen und schreiben, obwohl ich seitdem wenige Berührungspunkte mit der russischen Sprache hatte.


Mein Interesse für die japanische Sprache wurde wie bei vielen dadurch geweckt, als Manga und Anime den Weg nach Deutschland fanden. Zu jeder Manga/Anime/Japan-Page (bei Beepworld, Lizzynet & Co.) gehörte immer ein kleines Japanisch-Wörterbuch und es hat mir immer Spaß gemacht, mehr über die Sprache zu herausfinden. Besonders interessant fand ich natürlich... wie hätte es auch anders sein können... die beiden Silbenschriften, Hiragana und Katakana, sowie die Schriftzeichen, Kanji. Und wenn man Kanji lernt, könnte man auch schon ein bisschen Chinesisch lesen, was ich auch toll fand. Denn Chinesisch werde ich wohl nie lernen wollen, es ist ja eine tonale Sprache, aber... die Schriftzeichen... hach...

Mittlerweile lerne ich heute in meiner Freizeit sehr gerne Sprachen. Mal X-Sprache, mal Y-Sprache, je nachdem, wonach mir der Sinn steht, meist lasse ich mich schnell beeinflussen. Aktuell schaue ich gerne eine koreanische Sendung, sie hat bei mir gleich die Lust geweckt, mehr über die koreanische Sprache zu lernen. Für jede Sprache versuche ich auch ein eigenes Wörterbuch anzulegen, mit selbstgemalten Bildern, wie man im Bild oben sehen kann. Ich finde es auch schön, wenn ich mehrere Hobbys miteinander verknüpfen kann. ^___^

Es gibt Leute, die mich darauf ansprechen, warum ich mich nicht auf eine Sprache konzentriere, das wäre doch besser. Oder die, die gleich schockiert reagieren, wenn ich sage, dass ich nicht wirklich vorhabe, Spanien mal zu besuchen, es sei denn, ich gewinne mal eine Reise dorthin. "Aber warum lernst du dann Spanisch, wenn du das Land eh nicht besuchen willst? Das ist doch Zeitverschwendung!"
Ach, liebe Leute, es ist mein Hobby und ich entscheide selbst, was ich daraus machen möchte. (Ich sage doch auch nichts gegen eure eigenen Interessen, die in meinen Augen Zeitverschwendung wären, und akzeptiere sogar "sich berieseln lassen" als Grund.)

Und es wäre langweiliger, wenn ich mich nur auf eine Sprache konzentrieren müsste. Meiner Erfahrung nach laufe ich schnell Gefahr, ein Großteil des Gelernten wieder zu verlieren, wenn eine längere Pause nach dem Lernen erfolgt. Dann lieber in kleinen Stücken lernen, ganz egal, wie groß der Abstand dazwischen ist, das festigt sich besser im Gehirn. Und irgendwann freue ich mich auch mal wieder, nachdem ich mich genug mit Y-Sprache beschäftigt habe, zu X-Sprache zu zurückkehren. Ich stelle mir Sprachen als Welten vor, die man immer wieder besuchen kann. ^__^

Ich äußere mich später noch in einem Eintrag zu den Sprachen, die ich lerne oder gelernt habe, dazu möchte ich noch einiges loswerden. ^__^

P.S. Danke an Panasonic, Philips, Sony und Toshiba für die Erfindung des DVD-Players. 

Kommentare:

  1. Toll, dass du so viel Freude an Sprachen hast! :) Der Post-Titel ist super!
    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Eintrag dazu.

    In die nordischen Sprachen habe ich während meines Studiums Einblicke bekommen (Skandinavistik). Schwedisch hat mir immer ganz besonders viel Spaß gebracht (war auch meine Hauptsprache). Gerne würde ich es wieder aufpolieren - denn, wie du auch geschrieben hast, man verlernt eine Sprache sehr schnell, wenn man sich nicht regelmäßig mit ihr beschäftigt. So geht es mir auch mit Schwedisch, und richtig sprechen ... oh je! Das würde ich jetzt nur in Bruchstücken schaffen ^^'''
    Altisländisch hatte ich auch im Studium. Das war mir immer zu kompliziert ^^ Dabei war ich gar nicht sooo unbegabt darin.
    Japanisch hatte ich ein Jahr lang. Leider war die Lehrerin nicht so gut, sie hat mir die Sprache zunächst verlitten -.- Ich würde trotzdem gern meine Japanisch-Kenntnisse auffrischen.
    Hast du auch bestimmte Homepages, über die du lernst?

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    1. Hihi, ich wollte unbedingt eine nordische Sprache lernen und habe mich erstmal für Schwedisch interessiert, bis ich auf die Hávamál stieß und die Erfahrung machen durfte, wie wortgewaltig Isländisch klingt und aussieht. :3

      Ich muss ja zugeben, ich lerne lieber offline, d.h. mit Büchern und evtl. Konsolenspielen. Gelegentlich nutze ich manche Seiten wie Memrise, aber das ist nicht immer hilfreich, weil es da meistens um Vokabeln geht, aber nicht um die Grammatik. Meist muss man dafür zahlen, aber da weigere ich mich, weil ich ja festgestellt habe, dass ich nur mit Büchern am besten lernen kann. :3

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  2. Sprachen sind etwas feines und ich kann deine Beigeisterung dafür gut nachvollziehen! Ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, sich mal mit der einen und dann wieder mit der anderen mehr zu befassen. Meine Aufmerksamkeitsspanne reicht auch nicht aus, um mich ständig nur mit einer Sprache zu beschäftigen. Leider neige ich dann dazu, Sprachen schnell durcheinander zu bringen, wenn sie ähnlich klingen. Oder das tolle Phänomen mitten im Satz die Sprache zu wechseln. Furchtbar. XD
    Ich bin gespannt auf deinen Beitrag zu deinen schon gelernten Sprachen. (Wenn er schon online ist, dann habe ich ihn übersehen... Peinlich!)

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    1. Ja, ähnliche Sprachen können gefährlich sein. :D Wobei es wirklich lustig klingt, wenn man mitten im Satz die Sprache wechselt. (Solange es nicht Deutsch auf Englisch ist, das klingt etwas überheblich. *find* )

      Nein, du hast nichts übersehen, der Beitrag kommt erst später. Viel zu warm zum Bloggen derzeit! ~_~

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