Mittwoch, 17. Juni 2015

[Buch] Kai Meyer - Phantasmen


Titel: Phantasmen
Autor: Kai Meyer
Herkunft: Deutschland
Sprache: Deutsch
Seiten: 400
Format: Hardcover
Genre: Mystery, Jugendbuch
erschienen: 2014
Verlag: Carlsen Verlag

Inhalt: Eines Tages tauchen auf der ganzen Welt Geister auf. Geister von Menschen, die bereits verstorben sind und mit jedem Tag, mit jeder Stunde werden es mehr. Sie stehen bewegungslos da und strahlen dabei ein helles Licht aus. Die junge Rain und ihre Schwester Emma begeben sich nach Spanien zu der Absturzstelle eines Flugzeuges, bei dem ihre Eltern ums Leben gekommen sind, um ihre Geister zu sehen und sich von ihnen zu verabschieden. Auch der schweigsame Tyler aus Norwegen hat sich dorthin begeben, um sich von seiner Liebe zu verabschieden. Die Geister erscheinen... und auf einmal lächeln sie. Ein böses Lächeln.

+++

Es ist lange her, seit mich ein Buch dermaßen gegruselt hat. Ich musste sogar manchmal das Buch weglegen, aber nicht, weil es zu gruselig war, sondern weil ich einfach dieses Gefühl des Gruselns auskosten wollte.

"Die Seiten der Welt" von Kai Meyer hat mir sehr gut gefallen, von daher war ich gespannt auf dieses Werk, auf das ich eher zufällig gestoßen bin. Der Titel klingt toll und das Cover sieht auch nicht schlecht aus. Und sowieso der Klappentext. Geister! Böse Geister! Yeah!

Jo... man hat schon Bücher über Zombies oder Viren oder Vampire als weltweite Bedrohung gelesen, aber Geister? Meist spuken sie nur irgendwo an einem festen Ort herum und treiben denjenigen, der sich dorthin verirrt, ins Verderben. Aber weltweit? Das war für mich jedenfalls etwas Neues und das hat mir auch an dem Buch am besten gefallen. Die Geister werden als sehr gruselig dargestellt und ihr Lächeln... also mein Kopfkino hat das Ganze sicher noch mehr gruseliger gemacht. ^__^

Von Anfang an wird man in diese Geschichte eingesogen und die Handlung ist an sich auch ziemlich spannend und flüssig geschrieben. Aber... ja, es gibt ein ABER.

Nämlich die Charaktere selbst. Da ist Rain, aus derer Sicht die Geschichte erzählt. Sie wird als eine Rebellin mit Dreadlocks beschrieben und weil sie in einem afrikanischen Land etwas Schreckliches erlebt hat, hat sie ein Afrika-Trauma... oder eine Afrika-Phobie... ich weiß nicht, das klingt etwas zu doof, dass sie sogar Panik schiebt, wenn sie in Spanien daran denkt, dass Marokko nicht weit entfernt ist, obwohl das Land, in dem sie ihr Trauma erlebt hat, über 8000 Kilometer entfernt ist. Ihre Schwester Emma, die vermutlich Asperger-Autistin sein soll, mag ich schon ein bisschen mehr, auch wenn es mich genervt hat, dass Rain immer wieder zwischen den Zeilen betonen muss, dass Gefühle für Emma total fremd sind. Und Tyler... naja... der typische geheimnisvolle Held, der mehr weiß als er zugeben will...

Summa summarum... eigentlich lohnt sich das Buch nur wegen der Geister, die sind wirklich verdammt gruselig. Kann gut genauso mit den Weeping Angels aus Doctor Who mithalten. ^__^

Kommentare:

  1. Geister hören sich schon mal sehr gut an ^__^ Als böse Kreaturen sind sie mir auch bisher in keinem Buch begegnet - wobei ich mich in dem Genre auch nicht so gut auskenne, wie ich gern würde.
    Wenn die Figuren nerven, ist das natürlich weniger gut. Ich identifiziere mich doch so gerne mit jemandem ^^ Mal sehen, ich behalte das Buch trotzdem im Hinterkopf.

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  2. Super. Hab das Buch noch im Regal zu stehen xD
    Gerade der Hauptcharakter sollte doch mitreißen können.. meh.

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    1. Das ist ja nur meine Meinung. Vielleicht wirken sie ja ganz anders auf dich. Lass es mich wissen, wenn du das Buch einmal beendet hast. :D

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