Sonntag, 9. November 2014

[NaNoWriMo] Sonntagsgedanken #2


Eine Woche später...



Vorhin habe ich das 25.000 Wort geschrieben. Eine schöne Zahl. Ich mag heute aber auch nicht mehr weiterschreiben, ich möchte noch was vom Tag haben, um andere Dinge zu erledigen.

Die letzte Woche ist ganz optimal verlaufen. Ich habe mich bemüht, jeden Tag mindestens 1667 Wörter zu schreiben.

Und ich bin von meiner eigenen Handlung überrascht. Ich schreibe über Dinge, von deren Existenz ich vor einer Woche nichts ahnte. Ich denke immer ständig daran, wie die Geschichte weitergehen könnte, was wichtig sein könnte und was ich noch ansprechen könnte.

In meiner Handlung ging es ja um eine Gruppe von Waisenkindern, die nach dem Tod ihrer Tante, die sich um sie gekümmert hat, eine Flucht planen. Und über diese Tante habe ich mir nie Gedanken gemacht, denn sie stirbt gleich zu Beginn. Ich wusste gar nichts über sie eigentlich, bis meine Finger irgendwas über ein Tagebuch schreiben, das die Kinder finden. Und plötzlich war ich schon dabei, zu niederschreiben, was die Tante alles erlebt hat, seit sie ein Kind war und wie sie zu der Person wurde, die die Kinder kannten. Sofort liebte ich diese Figur. Ihre Existenz, ihre Vergangenheit und ihr Tod hatte plötzlich einen richtigen Sinn für die bisher etwas dünne Handlung. Das war wirklich schön. Zwar kamen dabei nebensächliche Details vor, die man eigentlich etwas genauer ausleuchten könnte, aber über die muss ich mir zum Glück noch keine wichtigen Gedanken machen.

Hier sind zwei Zeichnungen, die ich in der letzten Woche nebenbei beim Schreiben angefertigt habe.

Flucht im Morgengrauen


Vom Dienermädchen zur Tante


Ich freue mich auf die kommende Woche. Ich hoffe, weiterhin soviele Inspirationen aus dem Nichts erhalten zu können. Mal sehen, wieviele Wörter es am nächsten Sonntag sind. ^__^

Was mir gefällt:
"Warum hat die Tante uns nie vorher etwas gesagt?" Sana schien sich wieder beruhigt zu haben. "Jetzt, wo sie tot ist, habe ich noch so viele, viele Fragen an sie."
"Vielleicht sind die Antworten, die du brauchst, in diesem Buch." Elion sah sie ernst an. "Du musst sie nur als solche erkennen können. Aber noch ist ja das Buch nicht zu Ende. Und erst wenn es zu Ende ist, werden wir wissen, was zu tun ist."
"Hoffentlich bald." Jamon begann seinen Bauch zu reiben. "Was seht ihr mich so an? Ich habe nun mal Hunger, da kann ich nichts dagegen machen."

"Es gibt Kreaturen, die einem aus dem Wasser anspringen könnten. Und besonders bei Flüssen muss man vorsichtig sein, da sind sie noch größer und könnten Sie gleich ganz verschlingen. Achten Sie auf verdächtige Schatten, die sich viel zu schnell bewegen. Gehen Sie kein Risiko ein, wenn Sie sich nicht sicher sind. Warten Sie lieber ab, sonst haben Sie keine Kehle mehr, mit der Sie Ihren größten Durst löschen könnten."


Letzter Satz:
"Vielleicht haben wir ja früher hier gelebt? Vielleicht hat unsere Arroganz die Natur beleidigt? Vielleicht verließen wir dieses Paradies, weil wir nach Größerem strebten, obwohl es da nichts Größeres gab. Und vielleicht ist es so... wenn man diesen Ort einmal verlassen hat, kann man nie wieder hierher zurückgehen."

Kommentare:

  1. Glückwunsch zur Halbzeit! :)
    Ich glaube, nächstes Jahr werde ich mich auch nochmal am NaNo versuchen. Mein Versuch vor 2 Jahren scheiterte leider aufgrund unvorhergesehener Ereignisse im Privatleben -.-
    Aber wenn ich deine Bericht so lese, kriege ich Lust, auch mitzumachen.
    Und ich bekomme große Lust, deine Geschichte zu lesen ;) Viel Erfolg weiterhin!

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    1. Danke! Ich wünsche dir dann einen ereignisarmen November 2015. ;)

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  2. oh wie schön. Das ist das Tolle am Schreiben und am NaNoWriMo! :)
    Glückwunsch zu den 25k!!

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