Mittwoch, 8. Oktober 2014

[Buch] Michael Grant - Messenger of Fear


Titel: Messenger of Fear
Autor: Michael Grant
Herkunft: USA
Sprache: Englisch
Seiten: 292
Format: Hardcover
Genre: Young Adult: Drama/SciFi
erschienen: September 2014
Verlag: Katherine Tegen Books

Inhalt: Die junge Mara wacht an einem nebelverhangenen Ort auf und kann sich kaum an ihre eigene Vergangenheit erinnern, so dass sie fürchtet, sie sei gestorben. Da trifft sie auf einen mysteriösen jungen Mann, der sich ihr gegenüber als der Messenger of Fear vorstellt und anschließend behauptet, sie sei sein Lehrling. Sie findet nicht nur heraus, dass Messenger durch Raum und Zeit reisen kann, sondern auch Menschen, die eine Ungerechtigkeit begangen haben, bestraft, indem er sie zu einem grausamen Spiel herausfordert. Gewinnt man es, darf man unbehelligt weiterleben, verliert man es, erwartet einem ewige Qualen.

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Neues vom Gone-Autor Michael Grant. Aber wer erwartet, dass es bei Messenger of Fear genauso apokalyptisch zugehen wird, wird sich täuschen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Mara erzählt, ein Mädchen im Teenager-Alter. Außer an ihren Namen kann sie sich kaum an etwas aus ihrem Leben erinnern und da sie an einem sehr ungewöhnlichen Ort aufgewacht ist, wo nur Nebel und totes Gras ist, nimmt sie verständlicherweise an, sie sei gestorben. Doch als sie die Gegend erkundet, taucht plötzlich ein kirchenähnliches Gebäude auf und sie findet darin ein Sarg vor. In dem Sarg befindet sich die Leiche eines Mädchens, das sie nicht kennt. Der Name des Mädchens sei Samantha Early, ertönt plötzlich eine Stimme - die Stimme des Messengers of Fears - ein junger Mann in Schwarz.

Er beginnt Mara von der Geschichte von Samantha Early, die Selbstmord begangen hat, zu erzählen, indem er gemeinsam mit ihr in die Vergangenheit reist, um zu sehen, was sie zu dieser traurigen Entscheidung bewogen hat. Dann macht er jedoch einige Zeitsprünge, um Mara auch andere Personen zu vorstellen, um ihr nahezubringen, was es bedeutet, der Messenger of Fear zu sein. Diese Personen, die eine Ungerechtigkeit begangen hatten, in dem Bewusstein, dass es fatale Folgen für andere Wesen haben würde, werden von Messenger zu einem ungewöhnlichen Spiel herausgefordert, das durchaus makaber sein kann. Es ist jedenfalls nicht mit "Saw"-Spiele zu vergleichen. Zum Beispiel wird eine nahestehende Person säuberlich zerstückelt und man muss versuchen, sie innerhalb einer Minute wieder zusammenzustecken, damit sie wieder lebt. Gewinnt man dieses Spiel, darf man weiterleben, verliert man es, erwartet einem höllische Qualen. Und dann ist man wieder zurück in der Welt von Samantha Early.

Die Idee mit den plötzlichen Zeitsprüngen ist schon fies. Da will man endlich wissen, wie es mit Person A weitergeht, muss man sich auf einmal mit Person B beschäftigt und kaum hat man sich daran gewöhnt, besucht man Person C. Das kann auch durchaus mitten im Satz geschehen. Da bleibt man als Leser häufig im Dunkeln, was es mit Mara, deren Vergangenheit nur langsam brückstückhaft zurückkehrt, auf sich hat, und warum ausgerechnet sie Messengers Lehrling werden soll. Es konnten auch nicht viele Dinge erklärt werden, schließlich ist "Messenger of Fear" der erste Teil einer Trilogie.

Ich mag das Buch. Ich mag Michael Grants Schreibstil. Auch wenn das Buch von der Handlung her langsam erzählt wird, ist der Spannungsbogen dennoch hoch, denn man möchte einfach mehr über die Menschen erfahren. Wer allerdings lauter grausame Spiele erwartet, sollte sich eher von diesem Buch fernhalten (und zu "Gone" greifen), denn das Buch ist mehr Drama als SciFi, denn es werden Antworten gesucht, wie es zu der einen oder der anderen Tragödie kommen konnte. Wem diese Mischung gefällt, dem kann ich das Buch empfehlen. ^__^

1 Kommentar:

  1. Hoi, Hotaru.
    Ein wenig 'Silent Hill', was den Ausgangsort wie die gestückelte Erzählweise angeht. Wobei sich natürlich die Frage nach der ehtischen Verortung der Messenger stellt. Sind sie ihrerseits nur Werkzeuge um den Schrecken zu verbreiten?
    Denn die Perspektive der Gerechtigkeit scheint bei dem Spiel - wenn tatsächlich offen - nicht zu existieren.
    Anmerkenswerte Fragen.

    bonté

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