Freitag, 27. Juni 2014

SchwarzWeißLichtSpiel #3: Manche mögen's heiß


Der Klassiker.

Deutscher Titel: Manche mögen's heiß
Originaltitel: Some Like It Hot
Land: USA
Jahr: 1959

Regie: Billy Wilder
Buch: Billy Wilder, I. A. L. Diamond
Darsteller: Marilyn Monroe (Sugar), Tony Curtis (Joe/Josephine), Jack Lemmon (Jerry/Daphne), Joe E. Brown (Osgood Fielding III), George Raft (Gamaschen-Colombo) u.v.a.

Chicago zur Zeit der Prohibition. Als Saxophonspieler Joe und Kontrabassist Jerry Zeugen eines Massakers unter Gangstern werden und dabei bemerkt werden, tauchen sie auf ihrer Flucht als Frauen verkleidet in einer musizierenden Damenkapelle unter, die auf dem Weg nach Florida ist. Sie lernen dabei die singende Ukulelespielerin Sugar kennen, für die sie sogleich schwärmen. Es fällt ihnen allerdings schwer, sich daran zu halten, dass sie Frauen sind. In Florida angekommen, nutzt Joe die Gelegenheit, in die Rolle eines reichen Mannes zu schlüpfen, um Sugar zu beeindrucken, während Jerry von dem Milliardär Osgood Fielding III umwirbt wird. Als die Gangsterbande um Gamaschen-Colombo schließlich in ihrem Hotel auftaucht, ist das Chaos perfekt.

***
Screwball-Comedy bezeichnet eine spezielle Unterart der Filmkomödie Hollywoods, die ihren Höhepunkt von Mitte der 1930er bis Anfang der 1940er Jahre erlebte. Der englische Slang-Ausdruck Screwball beschreibt eine Person mit eigenartigen bzw. skurrilen Angewohnheiten.

Auch "Manche mögen's heiß" ist ein Screwball-Comedy. Dabei bin ich kein großer Fan von "lustigen" Filmen. Aber er ist einer der Lieblingsfilme meiner Mutter und ich bin dementsprechend damit aufgewachsen und kann mich jedes Mal besonders amüsieren. (Als Kind fand ich aber die Szenen des Massakers gruselig und jedes Mal, wenn ich in einem alten Film Gamaschen sehe, muss ich an den Film denken.)

Mein Lieblingscharakter im Film ist Jerry/Daphne, großartig gespielt von Jack Lemmon. Allein wegen ihm lohnt es sich, den Film zu sehen. Ich finde es niedlich, wie er anfangs sich mit der Frauenrolle hadert und am Ende in ihr hervorgeht. Aus "I'm a girl. I'm a girl. I wish I were dead." wird später ein "I'm a boy. I'm a boy. I wish I were dead." Auch Daphnes Verehrer, der Millionär Osgood Fielding III, ist so niedlich. Er hat immer ein schelmisches Grinsen auf den Lippen, wenn es um Daphne geht. Er ist sogar willig sie zu heiraten, ganz egal, wie seine Angebetete ist: "Well, nobody's perfect."

Ich muss zugeben: "Manche mögen's heiß" ist auch der einzige Marilyn-Monroe-Film, den ich je gesehen habe. Mir gefällt sie in ihrer Rolle als Sugar. Zwar die typische naive Blondine, aber sie ist ganz süß darin. Übrigens - wenn es nach Miss Monroe gegangen wäre, hätte der Film in Farbe gedreht werden sollen, so wie es in ihrem Studio-Vertrag stand. Aber Billy Wilder hat sie überzeugen können, in Schwarz-Weiß zu drehen, da das Make-Up von Tony Curtis und Jack Lemmon in Farbe unnatürlich ausgesehen hätte. Ich finde, der Film kommt auch so viel besser rüber als in Farbe. Die Massaker-Szenen sahen dadurch viel gruseliger aus, wie in einem typischen Gangsterfilm (und der Film soll ja auch eine Persiflage darauf sein).

Noch was - Tony Curtis und Jack Lemmon im Jahr 1995  ^__^


Kommentare:

  1. Wenn jemand diesen Film noch nicht kennt: GUCKEN!
    Ich liebe diesen Film! Vor allem Osgood und das Ende! :D

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    1. Yay! Ich liebe das Ende, da spreche ich gern jede Zeile mit! ^__^

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