Samstag, 1. März 2014

[Zitate] Gesammelte Schätze im Februar


Meine Februar-Ausbeute für Tialdas Challenge. Ist recht viel geworden. ^__^

Pip Ballantine, Tee Morris
Books & Braun: Das Zeichen des Phönix

"Vergiss nicht, Lizzie, wir sind alle wie Mäuse in einem Labyrinth. Also spielt es keine Rolle, wohin du gehst, solange du irgendwo ankommst. [...]"
(Seite 98)

"Sie sind eben ein Mann der Taten statt der Worte, und daran gibt es auch gar nichts auszusetzen. Ich kann Ihnen versichern, dass nicht wenige Mitglieder des Parlaments es vorziehen würden, offene Debatten in den einheimischen Pubs auszutragen statt im Oberhaus. Schlag einen Mann im Plenarsaal nieder, und es ist ein Skandal. Schlag denselben Mann im Prospect of Whitby nieder, und es gilt als fairer Kampf."
(Seite 103)

Sonnenlicht und Katerstimmung würden niemals gute Freunde werden, nicht einmal höfliche Bekannte.
(Seite 144)

"Am Ende einer jeden Oper steht das große Finale. Dann, wenn die Musik ihr stetiges Crescendo fortsetzt, der Tenor und das Tempo ganz langsam dem dramatischen Höhepunkt entgegenstreben, diesem Moment der Erwartung ..."
"Welly, reden Sie über Opern oder über Sex?"
(Seite 253)

Was faszinierte den Menschen nur dermaßen an der Verfolgung der Zeit, dass er etwas so Unglaubliches auf Maße und Einheiten reduzierte, die Kinder in der Schule lernen mussten?
(Seite 378)


Haruki Murakami
Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Er hatte gelebt wie ein Schlafwandler oder wie ein Toter, der noch nicht gemerkt hatte, dass er tot war.
(Seite 8)

"Auch wenn man ein Erlebnis tief in sich begräbt, kann man die Geschichte, die es hervorgebracht hat, nicht auslöschen", sagte Sara und blickte ihm direkt in die Augen. "Daran solltest du denken. Du kannst deine Geschichte weder auslöschen noch rückgängig machen. Denn damit würdest du zugleich dein inneres Wesen töten."
(Seite 38)

Eifersucht war - das hatte Tsukuru durch diesen Traum begriffen - das trostloseste Gefängnis, das es auf der Welt gab. Denn es war ein Gefängnis, in das der Gefangene sich gewissermaßen selbst einsperrte. Niemand zwang ihn dazu. Er ging aus freien Stücken hinein, schloss von innen ab und warf den Schlüssel durch das Gitter nach draußen. Und niemand auf der ganzen Welt wusste, dass er dort eingekerkert war. Nur wenn er sich selbst dazu entschloss, konnte er es verlassen. Denn das Gefängnis befand sich in seinem Inneren. Doch er war außerstande, diesen Entschluss zu fassen. Sein Herz war von einer unüberwindlichen Mauer umgeben. Das war die wahre Natur der Eifersucht.
(Seite 45)

Er konnte grübeln, wie er wollte, zu einer Antwort würde er doch nicht gelangen. Er würde seine Zweifel in der Schublade für "ungelöste Fälle" ablegen und ihnen später nachgehen. Er hatte in seinem Kopf mehrere solcher Schubladen, in denen er schon einiges lagerte.
(Seite 107)

Wahrscheinlich war es letzten Endes sein Schicksal, allein zu sein. Alle Menschen, die ihm näherkamen, verließen ihn bald wieder. Sie suchten etwas bei ihm, aber anscheinend fanden sie es nicht, oder das, was sie fanden, gefiel ihnen nicht: jedenfalls gaben sie (vielleicht enttäuscht oder ärgerlich) irgendwann auf. Eines Tages waren sie dann plötzlich verschwunden. Ohne Erklärung und ohne Abschiedsgruß. Wie man eben mit einem scharfen Beil eine Ader durchtrennt, durch die eben noch warmes Blut geflossen war.
(Seite 110)

Alle Geräusche verbanden sich zu einem schrillen Pfeifen in seinem Ohr. Es war ein besonderer Laut, der nur in unendlich tiefer Stille zu vernehmen war. Er kam nicht von außen, sondern entstand tief in seinem Inneren. Jeder Mensch trägt solch einen eigentümlichen Laut in sich. Doch nur selten hat man Gelegenheit, ihn zu vernehmen.
(Seite 211)


Haruki Murakami
Nach dem Beben

"Sich selbst entkommt man nie, da kann man so weit fliegen, wie man will."
(Seite 18)


Aly Cha
Schnee im April

Sie flüchtete aus der Gasse, ihr Gesicht vor dem Licht der Straßenlaternen abschirmend wie eine Verbrecherin, die das Blitzlichtgewitter vor dem Gerichtsgebäude scheute - ob sie schuldig war oder nicht.
(Seite 21)

Asako war wie ein winziger Tropfen durchsichtiges Öl auf der Oberfläche eines Topfes mit Wasser. Ihre Tarnung bestand darin, dass sie sich wie ein unbedeutender Gegenstand verhielt.
(Seite 41)

Sie wagten nicht zu sprechen, nicht einmal sich zu rühren, denn sie fürchteten, der unerklärliche, friedvolle Moment würde verfliegen, entfliehen wie ein erschrockener Vogel.
(Seite 306)

"Wir Menschen neigen dazu, unseren Verstand zu überlisten und die Dinge nur so zu sehen, wie es uns passt, bis wir gezwungen sind, der Wahrheit ins Auge zu sehen."
(Seite 368/369)


Arthur Conan Doyle
The Lost World

Where the real sex feeling begins, timidity and distrust are its companions, heritage from old wicked days where love and violence went often hand in hand.
(Seite 2)

Why on earth people who have something to say which is worth hearing should not take the slight trouble to learn how to make it heard is one of the strange mysteries of modern life.
(Seite 51/52)

Again and again I glanced round swiftly, with the conviction that I was about to see something, but only to meet the dark tangle of our hedge or the solemn and cavernous gloom of the great  trees which arched above our heads. And yet the feeling grew ever stronger in my own mind that something observant and something malevolent was at our very elbow.
(Seite 148)

All the woes of tortured life, all its stupendous indictments of high heaven, its innumerable sorrows, seemed to be centred and condensed into that one dreadful, agonized cry.
(Seite 149)

The face of the creature was like the wildest gargoyle that the imagination of a mad medieval builder could have conceived.
(Seite 255)


>> zu den Schätzen der anderen Schatzsucher im Februar

Kommentare:

  1. sehr schöne Schätze, die du da wieder gefunden hast! :)

    lg Caro

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Wenn ich deine Zitate so sehe, dann fällt mir es mir wirklich schwer das Wort "Nein!" zu sagen, weil ich die Bücher jetzt am liebsten auch lesen mag. Wunderschöne Ausbeute!

    Liebe Grüße,
    Tanja

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