Freitag, 21. Februar 2014

[52 Animations] #4 - Trauma


Akais neuestes Thema lautet:

TRAUMA

Kein leichtes Thema, aber aufs Schnelle bin ich nur auf einen Film gekommen. Ich habe danach auch noch über andere Filme oder Serien nachgedacht, aber am Ende bin ich immer wieder zu diesem Film gekommen. Kein Wunder, er stammt ja auch von einem Meister der psychologischen Thriller: Satoshi Kon, der leider vor vier Jahren verstorben ist.


パーフェクトブルー
Paafekuto Buruu
Perfect Blue (1997)


Mima Kirigoe ist bekannt als Sängerin der beliebten dreiköpfigen Girlgroup CHAM und ihre Fans sind recht enttäuscht, als sie erfahren, dass Mima sich entschlossen hat, die Band zu verlassen, um eine Karriere als Schauspielerin zu anstreben. Der Start ins Filmbusiness gestaltet sich jedoch als schwierig, ihre Ex-Bandkolleginnen sind ohne sie als Duo erfolgreicher als vorher, wütende Drohbriefe tauchen auf, dazu gibt es im Internet eine Doppelgängerin, die ein Online-Tagebuch betreibt, das allerdings voller Details ist, die nur Mima selbst kennen kann. Kurz daraufhin wird sie in bizarren Mordfällen im Filmteam verwickelt und die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwindet immer mehr vor ihren Augen.

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"Perfect Blue" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Yoshikazu Takeuchi und gehört zu den Filmen, bei denen man schon etwas aufpassen muss, um die Handlung zu verstehen.

Er fängt ganz harmlos an, Mima erklärt ihren Ausstieg von der Band und will als Schauspielerin neu anfangen. Da bekommt sie jedoch nur eine winzige Rolle in einer Thriller-Serie, die allerdings auf Druck ihres Agenten zu einer größeren Rolle ausgebaut wird, die später zu einer Vergewaltigungsszene nach Drehbuch führt. Diese Szene, die von ihr eher unentschlossen akzeptiert wurde, traumatisiert sie bis zu dem Punkt, dass sie langsam nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann. Vor allem die Doppelgängerin aus dem Internet, die sich als die wahre Sängerin Mima sieht, zerrt an ihren Nerven.

Ich mag solche Filme, bei denen man sich fragen muss, was stimmt und was stimmt nicht? Es gibt eine Szene, in der Mima auf ihrem Bett aufwacht und diese wiederholt sich immer wieder, dass man gar nicht mehr weiß, ob das noch die Wirklichkeit ist oder die Fiktion. Das hat man wirklich sehr spannend gestaltet. Die Auflösung ist recht logisch erzählt, auch wenn man am Ende vielleicht zwei, drei Fragen hatte, wie dies das jenes eigentlich möglich war. Den Film kann ich wärmstens empfehlen, aber auch nur an Leute, die die Nerven dafür haben. (Keine Angst, so kompliziert ist der Film dann wiederum auch nicht!)

Fun Fact: Der Regisseur von "Black Swan" (mit Natalie Portman), kaufte 2011 die Rechte für "Perfect Blue". Beide Filme haben eine ähnliche Handlung.


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