Dienstag, 4. Februar 2014

[52 Animations] #2 - Fremde


Akais zweites Thema lautet:

FREMDE

Ich hatte wieder mal die Qual der Wahl, aber ich habe mich für diesen großartigen Film entschieden, weil der vor kurzem viel zu früh verstorbene großartige Schauspieler Philip Seymour Hoffman dem Hauptcharakter namens Max seine Stimme geliehen hatte.


Mary and Max
Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? (2009)


Max Jerry Horowitz, 44 Jahre alt, aus New York, hat das Asperger-Syndrom, weshalb es ihm schwer fällt, mit seinem Umfeld zu interagieren. Er lebt zurückgezogen in seiner Wohnung und staunt nicht daher schlecht, als er eines Tages einen Brief aus dem fernen Australien erhält.

Dieser Brief stammt von der achtjährigen Mary Daisy Dinkle, ein einsames Mädchen, das von seinen Eltern vernachlässigt wird. Es hatte sich gefragt, wie Babys in Amerika geboren werden und daher beschlossen, einen echten Amerikaner zu fragen. Durch Zufall wählte Mary in einem amerikanischen Telefonbuch einen Namen aus: den von Max Jerry Horowitz.

So entsteht eine faszinierende Brieffreundschaft zwischen Mary und Max. In den Briefen unterstützen sie sich gegenseitig, stellen Fragen und lernen sich dadurch besser kennen.

***

"Sometimes perfect strangers make the best friends" - so lautet die Tagline zu dem australischen Stop-Motion-Film von Adam Elliot. Es ist immer schön, wenn man miterleben kann, wie das zarte Pflänzchen der Freundschaft zwischen zwei sich fremden und unterschiedlichen Personen erblüht und man auch weiter verfolgen kann, was aus ihnen wird.

"Die fabelhafte Welt der Amelie" meets Tim Burton. Oder so. Der Film ist ziemlich schwarzhumorig und die Charaktere sind wirklich einzigartig, man fühlt richtig mit den beiden mit, wenn sie über ihre Hoffnungen und über ihren Kummer schreiben. Einen richtigen Dialog gibt es im Film übrigens kaum. Begleitet von einem Erzähler, unterhalten Mary und Max sich nur durch ihre Briefe. Sie haben viel gemeinsam, sie mögen die gleiche Zeichetrickserie, Schokolade und haben Probleme mit ihrem Umfeld. Aspies wie Max fühlen sich meistens fremd, als ob sie auf dem falschen Planeten wären, daher stellen sie sich oft Fragen und sind dabei direkt und ehrlich, so wie kleine Kinder es auch meistens sind, weshalb Mary sich nicht darüber wundert, breitwillig seine Fragen beantwortet und ebenfalls kindliche Fragen stellt, auch wenn sie anfangs die Tragweite seiner Probleme noch gar nicht begreifen kann. Irgendwann aber kommt es doch zu Konflikten zwischen den beiden, die jeder auf seine eigene Weise lösen muss.

Ich mag Stop-Motion-Filme, vor allem, wenn sie in einem düsteren, einzigartigen Stil gehalten sind. "Mary und Max" ist ein ruhig erzählter Film, einer mit einer wahrlich bittersüßen Geschichte über zwei wunderbare Charaktere, die man nicht vergessen kann. Er gehört zu meinen Lieblingsfilmen. ^__^

Kommentare:

  1. schön beschrieben und sehr süße Story ^.^ So hört sich das ganze zumindesten an und eventuell werde ich mir diesen Film auch mal zur Gemüte ziehen =P Wäre dann glaube ich der zweite Stop Motion Film den ich gesehen habe .. gucke sowas nämlich eigentlich nicht *hust*

    glg,
    Franzi
    chaotischkreativ.blogspot.de *

    AntwortenLöschen
  2. Occcchhhh, wie süß :"D der Film hört sich toll an!
    Und ich hab mir gerade den Trailer angesehen, aussehen tut er noch toller. "Mary you are my best friend, you are my only friend" und den letzten Satz mit den P.S. zitiert ich besser nicht, aber ja xD der Trailer war lustig und sehr traurig zugleich.

    Immer schön wenn man etwas findet von dem man noch nie gehört hat :)

    AntwortenLöschen

Eine kleine Bitte: Hinterlasst einen Stern *, wenn ich auf eure Fragen bzw. Kommentare hier auf eurem Blog/eurer Seite reagieren soll. Ich merke es mir dann, ansonsten antworte ich gleich hier. :)