Dienstag, 18. Juni 2013

[Buch] Dmitry Glukhovsky - Metro 2033


Dmitry Glukhovsky
Metro 2033

Inhalt:

Es ist das Jahr 2033, und die Welt ist zerstört. Aus den Ruinen der Geisterstadt Moskau haben sich die Überlebenden in den Schutz der Metro zurückgezogen. Dort unten in der Tiefe haben sie eine neue Zivilisation errichtet.

Dies sind die Abenteuer des jungen Artjom, dessen Schicksal es ist, die letzten Menschen vor der endgültigen Vernichtung zu bewahren.

+++ Verlag: Heyne +++ Seiten: 812 +++ Genre: Sci-Fi, Dystopie +++ erschienen: 2007 +++

Ich mag ja dystopische Romane und diese erfreuen sich auch zur Zeit großer Beliebtheit, aber wenn ich mir so die Klappentexte einiger Romane durchlese, habe ich oft das Gefühl, es geht mehr über die romantisch veranlagte Gefühlswelt des Protagonisten als um die Welt, in dem er lebt. Von daher freut es mich zu wissen, dass ich in der Welt von "Metro 2033" nicht zu einer Sekunde damit rechnen musste.

Eine Station im Norden der Moskauer Metro, das ist die Heimat von Artjom, seit er klein war. Als er eines Tages den mysteriösen Hunter trifft, der ihn bittet, eine Nachricht zur Polis, die sich im Zentrum der Metro befindet, sollte er nach drei Tagen nicht zurückkehren, zu übermitteln, sieht Artjom das als Chance, dem Alltag seiner Station zu entfliehen. Doch die Tunneln der Metro stecken voller Gefahren... zum Beispiel verschwinden Menschen spurlos oder werden wahnsinnig. Und vor mancher Station sollte man sich hüten.

Ohne die Metro-Karte, die im Buch eingegliedert ist, wäre ich hilflos gewesen. Zweifellos ist die Handlung wirklich sehr spannend, aber man muss sich auch gelegentlich mit russischen Wörtern, überwiegend Stationsnamen wie Turgenewskaja oder Tschechowskaja, auseinandersetzen. Da hieß es immer zwischen Text und Karte blättern, um nach der erwähnten Station zu suchen. Manchmal ist auch von einer weit entfernten Station die Rede, manchmal auch von Linien, die nicht auf der Karte stehen, dann muss man das sich zusammenreimen. (Übrigens gibt es am Ende des Buches eine Liste von Anmerkungen, die einige Stichwörter, die im Buch gefallen sind, näher erläutern. Das hätte man mir vorher sagen können...)

Aber die 812 Seiten dicke Handlung ist diese Mühe wert. Der Autor schreibt vor allem das Geschehen in den Tunneln so fesselnd, dass mein Kopfkino mir schon etwas Angst machte. Was würde wohl gleich passieren? Und mit dem Ausgang der Geschichte bin ich auch zufrieden. Artjom ist ein interessanter Charakter, ein Kind der Metro. Über seine Gedankenwelt erfährt man nicht viel, aber am Ende der Geschichte gibt es noch eine Bonusgeschichte "Das Evangelium nach Artjom", aus der Sicht von Artjom geschrieben, sehr aufschlussreich.

Ich werde mir wohl noch die Fortsetzung "Metro 2034" holen. Und vielleicht noch andere Metro-Bücher, von anderen Autoren geschrieben. Es wäre witzig mal ein Metro-Buch zu lesen, das in München spielt, denn die Stationen da sind mir ja einigermaßen vertraut. ^_^

Kommentare:

  1. Ich liebe dieses Buch! So sehr, dass ich es sogar verschenkt habe (: Hoffe dass dir der zweite Teil genauso gut gefällt, ich fand ihn nämlich nicht ganz *so* gut, etwas.. gewöhnungsbedürftiger. Allerdings gibt es inzwischen noch einige von Fans geschriebene Romane, die auch sehr spannend sind ^-^

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    1. Hmm! Schau mer mal! Als UK-Fan würde mich das Metro-Buch von einem englischen Autor interessieren. :)

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