Freitag, 15. Februar 2013

[Manga] Ikigami


イキガミ
Ikigami

von Motoro Mase
in 10 Bänden abgeschlossen

Inhalt:
Um den Menschen den Wert des Lebens zu verdeutlichen und sie zu produktiven Bürgern zu formen, hat die japanische Regierung per Gesetz den "Nationalen Wohlfahrtsakt" erlassen: Bei der Einschulung werden alle Kinder geimpft, in jeder 1000. Spritze befindet sich eine tödliche Nano-Kapsel, die ihr Opfer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren tötet. Das Verfahren ist rein zufällig - und steht der Todesbote mit dem Ikigami (Todesbrief) vor der Tür, gibt es kein Entkommen.

***

Der Manga hätte genauso gut in der Welt von Battle Royale spielen können, nicht wahr? Das war ein Grund für mich, diesen Manga zu kaufen.

Allerdings geht es darin nicht blutig zu, es sind im Grunde in sich abgeschlossene Geschichten von den unterschiedlichen Menschen, die jene tödliche Spritze bekommen haben, nach dem Erhalt des Ikigamis vom Todesboten nur noch ca. 24 Stunden zu leben haben und wie sie ihren letzten Tag verbringen wollen.

Trotzdem gibt es aber einen roten Faden, nämlich der Todesbote selbst. Kenji Fujimoto, frischgebackener Todesbote, nimmt Anteil am Leid der todgeweihten Menschen, denen er den Ikigami überreicht hat, und macht sich langsam Gedanken über das sogenannte "Gesetz der Fortschritt und Wohlstand". Im Lauf der Geschichten beginnt er, mehr über dieses System herauszufinden und dessen Existenz zu hinterfragen. Allerdings muss er dabei vorsichtig sein, Kritiker dieses Systems werden nämlich schnell aus der Gesellschaft "entfernt" werden.

Mittlerweile sind in Deutschland 3 von 10 Bänden herausgekommen und ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es wohl am Ende ausgehen wird. Zu dem Manga gibt es auch eine Realverfilmung, allerdings habe ich mir den noch nicht angesehen.

Summa summarum ist "Ikigami" wirklich ein lesenswerter Seinen-Manga. Hat jemand von euch ihn auch schon mal gelesen? Ich finde es immer wieder faszinierend, dass die Japaner sich tolle "dystopische" Geschichten ausdenken können, die auch noch glaubhaft rüberkommen würden, als ob sie selbst in der realen Welt existieren könnten...

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