Freitag, 19. Oktober 2012

[Dorama] Beautiful Rain


ビューティフルレイン
Beautiful Rain (2012)

Inhalt: Kinoshita Keisuke, Witwer, ist ein recht fleißiger Handwerker, der in der Nachbarschaft beliebt ist. Sein ganzer Stolz ist seine siebenjährige Tochter Miu. Eines Tages trifft ihn jedoch der Schlag, als er nach einem Unfall beim Arzt die folgende Diagnose erhält: eine frühe Form der Alzheimer-Krankheit. Wie soll er damit in Zukunft umgehen? Was ist mit seiner Tochter? Wie soll sein Umfeld darauf reagieren?

mit: Toyokawa Etsushi (Kinoshita Keisuke), Ashida Mana (Kinoshita Miu), Miura Shohei (Akio), Nakatani Miki (Nishiwaki Akane), Kanie Keizo (Nakamura Tomio) u.v.a.

Genre: Family --- Episoden: 12

***

Alzheimer-Krankheit. Bei einer unheilbaren Krankheit gibt es in einem Dorama auch keine Wunderheilung, für die der Patient am Ende in den USA oder nach Deutschland gehen muss. Wer nah am Wasser gebaut ist, wird hier bestimmt viele Taschentücher brauchen.

Am 21. Oktober vor 9 Jahren starb meine Oma an den Folgen dieser Krankheit. Ich weiß gar nicht mehr, wann das angefangen hat. Irgendwann wurde sie einfach vergesslich, da müsste ich neun oder zehn Jahre alt gewesen. Nachdem sie irgendwann angefangen hat, nachts das Haus zu verlassen und im Nachthemd in den Straßen herumzuirren, um zu meinem längst verstorbenen Opa zu gehen, kam sie dann ins Heim, wo sie auch dann zwei Jahre später verstarb, da war ich 15 Jahre alt gewesen. Weil ich sie so ungern im Heim besucht habe, traf mich das nicht so sehr, auch wenn ich mich gern an die guten alten Zeiten erinnere, immerhin hat sie mich quasi aufgezogen, wenn meine Mutter arbeiten ging. Aber so im Nachhinein ärgert es mich schon sehr, dass ich nicht viel mehr Zeit mit ihr verbracht habe, wenigstens da, als sie noch in frühen Phase war. Ich weiß, wie genervt ich war, wenn sie mich ständig fragte, was heute für ein Tag war oder wo ihre Tasche ist. Aber ich war halt noch ein Kind und habe gar nicht begriffen, was das für eine schlimme Krankheit ist. Das wurde mir erst bewusst, als ich sie im Heim besucht habe und sie mich überhaupt nicht erkannt hat, obwohl sie bei Besuch von Verwandten immer nach mir gefragt hat. Danach besuchte ich sie nicht mehr und erst zwei Tage vor ihrem Tod hatte ich einen Traum, dass sie bei ihrem Opa wäre und dass es ihnen gut geht und dass sie mich gefragt hat, ob ich mit ihr Schwarzer Peter wie früher spielen will. Als ich aufwachte, hatte ich Tränen in den Augen und beschlosss, sie in zwei Tagen zu besuchen, weil ich vorher für eine Mathearbeit lernen musste. Aber kaum war ich an dem Tag auf dem Heimweg, um sie zu besuchen, erhielt ich via Handy die Nachricht...

Als ich dieses Dorama gesehen habe, fiel mir auch auf, dass ich mich nie so richtig mit dieser Krankheit befasst habe, ja, nicht mal einen Film darüber gesehen habe, daher war es für mich sehr hilfreich, welche Informationen durch das Dorama vermittelt wurde, ich habe ja mit dem Vater arg mitleiden müssen. Dass das Dorama, gerade weil der Vater eine kleine Tochter hatte, in eine optimistische Richtung ging, hat mir auch geholfen, sonst hätte mich das arg deprimiert. Übrigens grandios dargestellt von Toyokawa Etsushi und der niedlichen Kinder- schauspielerin Ashida Mana, die auch bei Marumo no Okite mitgewirkt hat. Da hat die Chemie bei den beiden wirklich super gestimmt. Mein heimlicher Liebling war jedoch Akio, gespielt von Miura Shohei. Wie die Erwachsenen immer auf ihn herumhacken müssen... der Arme! ^_^



1 Kommentar:

  1. Der Opa meiner besten Freundin ist auch vor einigen Monaten an der Krankheit gestorben. Manchmal haben wir über seine komischen Aktionen gelacht, aber immer wieder realisiert, dass es eigentlich eher ein Grund zum Heulen als zum Lachen ist.
    Danke für die sehr persönliche Kritik, werde es mal auf meine Liste packen :)

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