Dienstag, 25. September 2012

Meine liebsten Märchen von Grimm und Andersen


Inspiriert von Sumis Eintrag habe ich auch darüber nachgedacht, was wohl meine liebsten Märchen sind. Natürlich mag ich die meisten Märchen der Brüder Grimm und auch ein paar von Hans Christian Andersen, aber klassische Prinzessinnen- märchen wie Schneewittchen oder Dornröschen zählen überhaupt nicht zu meinen Favoriten, aber als Disneyfilme finde ich sie trotzdem gut. Ich stelle euch hier mal meine liebsten Märchen vor. Vielleicht kennt ihr einige schon, vielleicht nicht.


Eine Entenmutter brütet sechs gesunde Entenküken aus. Das siebte Ei entpuppt sich nach längerem Schlüpfen als ein Küken, das sich im Aussehen und Verhalten von dem der anderen Küken ziemlich unterscheidet und deswegen von ihnen verspottet wird. Es läuft weg und sucht nach der Antwort auf seine Frage, warum es so hässlich ist. Nach einer Odyssee wird es im Winter von einem Bauern aufgefunden und von ihm gepflegt. Als der Bauer es im Frühling am See wieder aussetzt, erkennt es im Spiegelbild des Wassers, dass es zu einem stolzen Schwan geworden ist, wie es es sich immer gewünscht hat.


"Ach, wenn mir's nur gruselte." - Ein furchtloser Taugenichts reist umher, um das Gruseln zu lernen. Schließlich endet er in einem Spukschloss, wo er zwar nicht das Gruseln lernen kann, aber alle Geister vertreiben kann. Zur Belohnung bekommt er vom König dessen Tochter zur Frau, welche letztendlich dank einer frechen List ihm beibringen kann, was das Gruseln ist, indem sie ihm, während er schläft, einen Bottich kaltes Wasser mit zappelnden Fischen über seinen Körper schüttet.


Ein aus dem Krieg heimkehrender Soldat trifft auf dem Weg eine Hexe, deren Feuerzeug in einen hohlen Baum gefallen ist. Sie bittet ihn um Hilfe und als der Soldat sich im Baum befindet, steht er vor drei Toren, hinter denen sich jeweils ein riesiger Hund versteckt. Diese Hunde bewachen Schätze voll Gold, Silber und Kupfer. Der Soldat nimmt sich von jedem etwas und kehrt zur Hexe zurück, die er nach einem Wortgefecht tötet. In der Stadt angekommen, gönnt er sich mit seinen Schätzen ein teures Leben. Doch als er blank wird, nutzt er das Feuerzeug und stellt fest, dass er damit die Hunde herbeirufen kann. Diese bringen ihm wieder etwas von deren Schätzen und er nimmt sein teures Leben wieder auf, bis er später von der Sage, dass der König seine Prinzessin verstecke würde, um sie nach einer Weissagung nicht an einen Soldaten zu verliere, hört. Er nutzt sein Feuerzeug, damit die Hunde in der Nacht die schlafende Prinzessin immer wieder zu ihm bringen, um ihren Anblick zu genießen. Eines Tages wird er jedoch von den Soldaten des Königs erwischt und zu Tode bestraft. Als letzter Wunsch wird ihm die Bitte gewährt, eine letzte Pfeife rauchen zu dürfen. Dabei nutzt er sein Feuerzeug, das er erst auf dem Weg zum Galgen wiederbekommen hat. Die herbeigerufenen Hunde töten den Richter sowie das Königspaar und das Volk macht den Soldaten und seine Prinzessin zum neuen Königspaar.


Ein Fischer fängt eines Tages einen Butt, der ihm erklärt, dass er in Wirklichkeit ein verwunschener Prinz ist, und setzt ihn daher wieder aus. Als seine Frau davon erfährt, meint sie, er könnte sich bei dem Butt doch was wünschen. Sie fordert ihn auf, zurück zum See zu gehen, denn sie wünscht sich statt der Hütte, in der sie leben, ein schönes Haus. Der Butt erfüllt ihnen den Wunsch, doch die Frau wird in ihrer Gier immer unersättlicher. Nach dem Haus wünscht sie sich ein Schloss und anschließend möchte sie König, Kaiser und Papst werden. Letztendlich wünscht sie sich wie Gott zu sein, worauf sie wieder in die alte Hütte zurückversetzt wird.


Am Silvesterabend versucht ein armes Mädchen auf der Straße Streichhölzer zu verkaufen. Sie ist barfuß und dürftig angezogen, kann aber nicht nach Hause gehen, aus Angst vor den Schlägen ihres Vaters, weil sie nichts verkauft hat. Schließlich setzt sie sich in eine Ecke und zündet die Streichhölzer an, um sich zu wärmen. Im Kerzenschein sieht sie wärmende Bilder, wie von einem Ofen, und schließlich steht sie vor ihrer geliebten, verstorbenen Großmutter. Diese begrüßt das Mädchen und nimmt es mit zu sich. Am Neujahrsmorgen finden Fußgänger die erfrorene Leiche des Mädchens.


Ein armer Bauer arbeitet gerade noch genug, um zwölf Kinder ernähren zu können. Als sich ein dreizehntes Kind ankündigt, sucht er nach einem Paten für das Kind. Gott bietet sich ihm an, doch der Bauer macht ihn für sein Leiden verantwortlich. Auch das großzügige Angebot des Teufels lehnt er ab, da dieser nur die Menschen verführen und täuschen will. Schließlich trifft er auf den Tod und macht ihn zu dem Paten seines Kindes, da dieser allen gerecht das Leben wegnehmen kann. Als das Kind erwachsen ist, verspricht er, ihn zu einem großen Arzt zu machen. Er zeigt ihm ein Kraut, womit er Kranke heilen darf, wenn er den Tod bei ihrem Kopf, nicht aber bei ihren Füßen sieht. Der junge Mann wird zu einem berühmten Arzt, doch als der König des Landes krank wird und laut Gevatter Tod sterben wird, hat er Mitleid mit ihm und gibt ihm das Kraut, welches den König heilt. Der Tod ist wütend, verzeiht seinem Patenkind jedoch, warnt aber, dass beim nächsten Mal Konsequenzen drohen würden. Später wird die Königstochter ebenfalls todkrank und der König verspricht dem Arzt, dass er die hübsche Tochter heiraten könnte, wenn er sie heilen würde, was er auch schließlich tut. Der Tod zerrt ihn daraufhin wütend in die Unterwelt und zeigt ihm eine Höhle voller Kerzen. Die Größe der Kerze sagt, wie lange jemand noch zu leben hat. Als der Tod dem Arzt seine eigene Kerze zeigt, stellt er fest, dass sie kurz ist, dass er also nicht mehr lange zu leben hat. Er fleht seinen Paten an, eine neue Kerze für ihn anzuzünden. Der Tod zeigt sich einverstanden und gibt ihm eine neue Kerze. Jedoch lässt er vorher die alte Kerze des Arztes fallen, weshalb deren Flamme gelöscht wird und der Arzt tot zu Boden fällt.

***


"Der Gevatter Tod" gefällt mir natürlich am besten. Der Schluss ist nämlich einfach nur gemein, was ihn großartig macht. Und wenigstens ein Jüngling, der am Ende nicht mit irgendeiner Prinzessin zusammenkommen wird. Ach ja, bei dem kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern darf ich bloß keine originalgetreue Filme gucken, wenn ich nicht in meinen eigenen Tränen ertrinken will. *schnüff*

Was sind eure Lieblingsmärchen? ^_^

Kommentare:

  1. Das Mädchen mit den Schwefelhölzern hat mich als Kind immer fertig gemacht. Ich habe jedes Mal geweint und es gehasst und noch heute finde ich es schaurig schön und unheimlich traurig. Märchen sind so wunderbar! Das letzte von dir erwähnte kannte ich noch gar nicht, aber es klingt wirklich richtig toll. Ich überlege schon die ganze Zeit, wie das Märchen hieß, wo der Teufel einem Müller die Tochter holen will und er ihr die Hände abschlägt damit sie sich nicht in ihren Tränen waschen kann.

    Den Eintrag habe ich schon kürzlich vergeblich über mein Dashboard gesucht. Freut mich, dass er nun doch online ist. :)

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    1. Ja, da habe ich versehentlich auf "Veröffentlichen" statt "Speichern" gedrückt und vor lauter Schreck gleich den ganzen Eintrag gelöscht. :D

      Was dein gesuchtes Märchen angeht, das ist "Das Mädchen ohne Hände". :)

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    2. *lach* Okay, der Titel macht auch Sinn!

      Ich musste auch gerade wieder an eine Sendung aus meiner Kindheit denken, wo einige Märchen als Trick (Anime) liefen. Da habe ich mich so gegruselt als der Blaubart lief... XD

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    3. Ja, die Anime-Version der Märchen habe ich auch gern gesehen und bei der Blaubart-Folge erinnere ich mich an den Anfang, das war ganz schön gruselig. XD

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  2. Märchen mochte ich seit jeher gerne. Nur dass ich als Kind (wie wahrscheinlich jeder) nie die Grausamkeit verstanden habe, die oft dahintersteckte. Gerade das macht Märchen so interessant, wenn man sie als Erwachsener wieder liest.
    (Ich hab einen dicken "Grimm's Märchen"-Wälzer zuhause, der im Winter sicher mal wieder gelesen wird. :))

    Neben König Drosselbart sind die 3 von dir als letztes genannten meine Lieblingsmärchen (Favorit ist immer noch "Der Fischer und seine Frau"). Wobei ich zugeben muss, dass ich auch Dornröschen sehr schön finde. Die Dramatik ist einfach gut! *g*
    Dagegen braucht man mir mit den "Sieben Geißlein" oder "Hänsel & Gretel" nicht kommen. Sind wohl für mich zu ausgelutscht, weil zu bekannt.

    "Das Feuerzeug" kenne ich dagegen gar nicht! (Ich kenne sowieso zu wenig Andersen-Märchen...) Die Beschreibung klingt aber ziemlich gut! ^^

    Ein super Blogthema! :)

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