Samstag, 7. Januar 2012

[Anime] Tekkonkinkreet


鉄コン筋クリート
Tekkonkinkreet (2006)


Inhalt:
In diesem Anime geht es um zwei Straßenjungen namens Black und White, die in Treasure Town, eine seltsame Stadt in einer alternativen Zukunft, leben, stets umgeben von Gewalt, die unter anderem von der Yakuza ausgeht. Als eine Organisation die Stadt in eine Vergnügungsstadt verwandeln will, versuchen die beiden Jungen, deren Pläne zu vereiteln, um nicht nur ihr Spielplatz, ihr Stadtviertel, sondern auch sich selbst zu retten.


Eine Freundin schenkte mir die DVD zu Weihnachten, vielen Dank nochmals dafür. Ich muss ja zugeben, dass ich noch nie von diesem Film gehört habe, obwohl er schon etwas älter ist.

Don't judge a book by its cover! - Das Aussehen der beiden Jungen mag vielleicht nicht gerade anime-typisch sein, aber die beiden Charaktere sind trotzdem sehr interessant. Obwohl sie stets unzertrennlich sind, sind sie ziemlich verschieden. Black, der Ältere, ist ein ernster, aber pfiffiger Typ, der sich bereits bei der Yakuza sowie bei der Polizei einen Namen gemacht hat, während White, der Jüngere, noch recht kindlich ist, sozusagen ein richtiger Luftikus.

Wie die Macher die Stadt im Hintergrund zum Leben erweckt hat, das ist einfach unglaublich. Die Animation ist wirklich toll und kommt auch bei rasanten Verfolgungsjagden gut zur Geltung. Außerdem erlebe ich selten viele winzige Details in einer kurzen Szene, selbst wenn sie für eine Sekunde bedeutungslos sein mag. Wie detailverliebt muss man wohl sein, um so etwas Wunderbares erschaffen zu können. ^_^

Außerdem... Black und White. Schwarz und Weiss. Yin und Yang. Die Geschichte wird im Laufe des Filmes tiefgründiger als man es am Anfang angenommen hat. Das Seelenleben der beiden Jungen wird offenbart und sie müssen sozusagen mit ihren eigenen inneren Dämonen kämpfen. Dabei entstehen sehr viele schön gemachte, surreale Bilder, die einen selbst nach dem Ende immer noch beschäftigt. Sowas mag ich ja recht gern. Mein persönliches Highlight war, dass ich zwei Zahlen, die oft am Rande vorkamen, entdeckt habe, die Black und White symbolisieren. 4 wie shi und shi wie shiro (weiß) und 6 wie roku und roku rückwärts auf japanisch gelesen ergibt kuro (schwarz). Solche Fakten gehen normalerweise an mir beim ersten Mal gucken vorbei.

Wer die surrealen Werke von Satoshi Kon wie "Paprika" oder "Paranoia Agent" mochte, wird hier bei "Tekkonkinkreet", dessen Regie von einem in Japan lebender Amerikaner geführt wurde, auf seine Kosten kommen können. ^_^

Kommentare:

  1. Oh, der Film lief über Weihnachten auf Animax. Leider hab ich das nur in meiner Studentenwohnung und nicht bei meinen Eltern. >____<
    Hätte ich nur zu gern geschaut. Hast du "Paprika" auch schon gesehen? War der gut?

    AntwortenLöschen
  2. Ja, "Paprika" habe ich schon gesehen und den für sehr gut befunden. Ein echter Kon-Anime eben. :)

    AntwortenLöschen

Eine kleine Bitte: Hinterlasst einen Stern *, wenn ich auf eure Fragen bzw. Kommentare hier auf eurem Blog/eurer Seite reagieren soll. Ich merke es mir dann, ansonsten antworte ich gleich hier. :)