Freitag, 9. September 2011

[Film] Mary and Max.


Titel:
Mary and Max.

Jahr: 2009
Regisseur: Adam Elliot
Genre: Drama, Schwarzer Humor

Inhalt:
Die achtjährige Mary ist ein einsames Mädchen, das in Australien lebt. Stets von den Eltern vernachlässigt, wünscht sie sich einen Freund und schreibt daher einen Brief an den 44jährigen übergewichtigen Max, der in New York lebt. Dieser ist menschenscheu und leidet unter seinen Panikattacken. Er antwortet auf ihren Brief und so entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft fürs Leben.

Dank Yoijos Montagstick bin ich auf den Film aufmerksam geworden. Nun lief er gestern im TV auf WDR. Da er allerdings um 23:15 anfing und ich davor schon sehr müde war, bin ich JETZT sowas von froh, dass ich mich nicht entschieden habe, mich in den Armen von Morpheus zu begeben. Der Stop-Motion-Film ist nämlich einer der traurig-schönsten Filme, die ich je gesehen habe.

»It would be good if there was a Fat Fairy.
She would be a bit like the Tooth Fairy but would suck out your fat.«

Der Erzähler im Film berichtet über das Leben von Mary und Max und über ihre Freundschaft zueinander, in einer Weise, die mich sehr an den Film "Die fabelhafte Welt der Amelie" erinnert. Die beiden Protagonisten kann man einfach nur lieb haben. Mary Daisy Dinkle: ein kleines Mädchen, das auf der Stirn ein unvorteilhaft aussehendes braunes Muttermal hat und ständig von anderen gehänselt wird. Die Mutter ist eine sherryschlürfende Kleptomanin, der Vater sammelt tote Vögel am Straßenrand, um sie auszustopfen. Ihre einzige Freude sind die Noblets, eine Zeichentrickserie. Max Jerry Horowitz: ein korpulenter Mann mit einem traurigen Gesicht. Er leidet oft unter Panikattacken, wenn er nervös wird und die Kommunikation mit anderen Menschen liegt ihm nicht. Die Noblets sind seine einzige Freude und natürlich Schokolade-Hamburger. In den Briefen an Mary drückt er sich sehr detailliert aus und fragt sie auch Sachen, die Mary aufgrund ihres Alters gar nicht verstehen könnte.

»Have you ever been a communist? Have you ever been attacked by a crow or similar large bird?«

Der Film beschäftigt sich mit eher düsteren Themen wie Depressionen, Einsamkeit, Ängste sowie Autismus (Aspergers) - gepaart mit viel schwarzer Humor. Mag ich sehr gern. Plus Stop Motion. Mag ich sehr, sehr gern! Plus Braun/Grautöne. Mag ich sehr, sehr, sehr gern!
Kurzum: der Film hat mir außerordentlich gut gefallen, der Schluss war einfach nur rührend. Die DVD zu dem Film werde ich mir bald besorgen! ^_^

»Do you have a favourite-sounding word?
My top-five are "ointment," "bumblebee," "Vladivostok," "banana," and "testicle."
«

1 Kommentar:

  1. Ich war wirklich froh, dass mich ein Freund auf den Film aufmerksam gemacht hat! Das Ende war sehr traurig, aber auch sehr schön und bis zur Mitte hin fand ich ihn auch richtig bösartig-witzig.
    Es war genau mein Geschmack und ich fand ihn überhaupt nicht langweilig, wie ich schon von anderen Guckern gehört habe.

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