Samstag, 18. Juni 2011

[J-Book] M. Sasaki - Meine kleine Schwester Sadako



Masahiro Sasaki - Meine kleine Schwester Sadako (2005)

Sadako Sasaki (1943-1955) gehört in Japan zu den bekanntesten Hibakusha - Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945. Ihre Geschichte wird in den Grundschulen erzählt und der Tag des Friedens am 6. August ist ihr gewidmet. Sadako wurde bekannt für ihren Versuch, 1000 Papierkraniche zu falten, damit ihr Wunsch, weiterleben zu können, erfüllt werden kann.

Das zweisprachige (deutsch/japanisch) Buch enthält die Erinnerungen von Sadakos Familie und Freunden, erzählt in lyrischer Form. Auch Sadakos Erinnerungen während ihrer Krankkeit werden niedergeschrieben.


Sadako war zweieinhalb Jahre alt, als sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima ereignete. Danach hatte sie scheinbar eine glückliche, gesunde Kindheit, bis bei ihr im Alter von zwölf Jahren Leukämie diagnotiziert wurde. Im Krankenhaus erfuhr sie dann von einer Freundin, dass einem ein Wunsch erfüllt wird, wenn man 1000 Papierkraniche gefaltet hat. Es ist nicht bekannt, wieviele Kraniche sie genau gefaltet hat, aber meist hört man, dass sie über die Hälfte geschafft hat und ihre Freunde nach ihrem Tod die restlichen Kraniche gefaltet haben und in ihrem Sarg gelegt haben. Ihre Freunde bemühten sich auch darum, dass es ein Denkmal von Sadako gibt. Dieses steht seit 1958 im Hiroshima Peace Memorial - Sadako hält über ihren Kopf einen Kranich. Am Fuß des Denkmals steht:

これはぼくらの叫びです これは私たちの祈りです 世界に平和をきずくための
Kore wa bokura no sakebi desu. Kore wa watashitachi no inori desu. Sekai ni heiwa o kizuku tame no.
This is our cry, this is our prayer: for building peace in the world.


Es ist schon schwierig, das Buch ohne Tränen zu beenden. Man muss einfach mitfühlen - bei dem lyrischen Stil, in dem das Buch gehalten wurde...

1 Kommentar:

  1. Die Geschichte ist äußerst traurig. Ich war im März diesen Jahres selbst im Peace Memorial Museum in Hiroshima und habe dort zum ersten Mal von Sadako gehört. In einem Raum war eine Zeitleiste an einer Wand angebracht, an der man ihren kurzen Lebensweg selbst mitbegleiten kann. Es hat vielen und mir selbst auch die Tränen in die Augen getrieben. Neben vielen anderen Geschichten. So viele Schicksale...
    Die Spätfolgen durch Radioaktivität waren schrecklich. Aber auch die wenigen Minuten nach Abwurf der Bombe waren wie die Hölle auf Erden. Aber ich will keine Lehrstunde halten, man kann ja auf der offiziellen Seite des Museums mehr erfahren: http://www.pcf.city.hiroshima.jp/index_e2.html

    PS: Bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen! Gefällt mir ;D

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