Donnerstag, 24. März 2011

From Bavaria With Love

So... jetzt habe ich endlich wieder Lust aufs Bloggen bekommen. Vorher habe ich meine Freizeit damit verbracht, den Zahnarzt zu besuchen (wäääh...), die 1. und 2. Staffel von Fringe zu gucken (echt toll, die Serie) und mit den Gastkatzen, die uns mal wieder mit ihrer Anwesenheit beehren, zu spielen (mei, wie liab). Und jetzt habe ich eine neue nette Beschäftigung für nebenbei gefunden: Postcrossing.

Send a postcard and receive a postcard back from a random person somewhere in the world... - so lautet der Slogan von Postcrossing. Ja, da geht es um Postkarten. Man verschickt welche an Leute, die man  nicht kennt und man bekommt welche von Leuten, die man nicht kennt. Als Kind habe ich mich immer gefreut, wenn ich Postkarten von Verwandten, Nachbarskinder und Freunden bekommen habe, danach habe ich sehr selten eine bekommen. Dafür jede Menge Briefe, ich hatte auch sehr viele Brieffreundschaften gehabt. Aber mittlerweile sind die Kontakte alle fast ausgestorben oder sporadisch geworden. Und ich habe jetzt auch nicht so den Nerv, neue Brieffreundschaften zu finden, also habe ich mich gefragt, ob es für Postkarten auch nicht so eine Webseite gibt. Tante Google weiß Rat: Postcrossing.

Ich habe mich da auf der Webseite schnell zurecht gefunden und Adressen bekommen. Man kann bis zu fünf Adressen (sowie deren Profile) bekommen und auf die Postkarte schreibt man die ID-Nummer, die man zugewiesen bekommt, auf. Hat der Empfänger die Postkarte erhalten, muss er die ID bei der Webseite eingeben, damit er bestätigen kann, dass er die Postkarte erhalten hat. Gar nicht so schwer, nicht? ^_^

Viele Mitglieder schreiben da auch auf ihren Profilen, was für Karten sie sich wünschen bzw. nicht so mögen. Ist schon eine kleine Herausforderung und ich musste gestern auch schnell am Bahnhof in der Stadt ein paar Postkarten im Voraus kaufen, falls die Leute sich Stadt/Landschaftsmotive wünschen. Aber warum müssen Bayern-Postkarten fürchterlich voller Klischees sein? Nur Bier, Brezn, Lederhose, glückliche Kühe auf einer Multi-View-Karte... also, das kann ich gar nicht leiden. >_< Abgesehen davon habe ich daheim auch schon so viele Postkarten mit verschiedenen Motiven rumliegen - die können jetzt endlich das tun, wofür sie gedacht sind und nicht mehr in vergessenen Schubläden ihr Dasein fristen. ^_^

Meine fünf Postkarten (ja, ich bin unersättlich) gehen alle in die USA, in die Niederlande, nach Estland, nach Weißrussland und... eine davon darf in der Heimat bleiben.

~ bids you adieu ~

Ich bin schon so gespannt, wann ich meine erste Karte bekommen werde. ^__^
Daraus werde ich sicher mal ein Scrapbook machen.

Also, falls ihr es liebt, Post aus aller Welt zu kriegen, dann ist Postcrossing sehr zu empfehlen. ^_^

Nachtrag (4.04.)
Ich habe meine erste Postkarte am 31.03. bekommen, aus den Niederlanden. Dann am 1. April eine aus dem Ruhrgebiet. Wie ich mich gefreut habe! ^___^  Ich werde mich mal zu einem späteren Zeitpunkt darüber auslassen (ha, wieviele Postkarten ich bis dahin wohl bekommen habe?) und auch Fotos zeigen!

Dienstag, 15. März 2011

Gedanken, die mich bewegen

Ich freue mich eigentlich immer, wenn ich im Fernsehen etwas über Japan sehen kann, was viel zu selten geschieht. Dokumentationen oder Filme zum Beispiel. Wenn ich im Videotext eine Schlagzeile lese, die mit Japan zu tun hat, wird sie auch meist aufgerufen.

Aber seit Freitag ist alles ganz anders, es tut einfach weh, diese Bilder von der Tsunami-Katastrophe im Fernsehen zu sehen.

Es war der 11. März - Freitag Mittag und ich bin da sehr spät aufgestanden.
Ich habe den TV noch nicht angemacht und bin gleich in die Küche gegangen, um mein eigenes Mittagessen zu vorbereiten. 
Meine Mama war da schon in der Küche, um alles für einen Besuch einer Freundin, die bei uns übers Wochenende bleiben würde, zu vorbereiten.
"Du, heute früh war ich kurz fernsehen. Da gab es ein Erdbeben in Japan."
Mehr hat sie nichts dazu gesagt.
Und der Satz sollte mich eigentlich nicht wundern, immerhin gehört Erdbeben ja zum Alltag der Japaner.
Aber an dem Tag beschlich mich eine gewisse Unruhe und ich musste da einfach zum Fernseher rennen.
N24 erschien da gleich auf dem Bildschirm und ich sah, wie eine riesige, braune Masse dabei war, Häuser und Autos verschlang.
Tsunami-Katastrophe in Japan.
Ich konnte es einfach nicht glauben.
Im Laufband stand etwas davon, dass bisher 10 Tote gefunden wurden. Aber ich wusste gleich, dass es nicht bei 10 Toten bleiben würde. Halb Nordostjapan wurde hier doch vernichtet.
Ich weiß nur noch, dass ich dann eine lange Zeit vor dem Fernseher verbracht habe und zwischen den Nachrichtenkanälen gewechselt habe... CNN, BBC, NHK World...
Alles, worauf ich mich bisher an diesem Tag gefreut habe, war plötzlich zweitrangig geworden, ich musste immer an die Japaner denken.

Dann habe ich mich wieder fassen können. Ich dachte daran, dass die Japaner bestimmt das schaffen können und das alles wieder gut sein würde. Es ist so viel in der Geschichte des kleinen Landes passiert, was zahlreiche Menschenleben gekostet hat sowie ganze Stadtviertel vernichtet hat. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, das Kanto-Erdbeben, das Kobe-Erdbeben...  und trotzdem haben die Japaner das alles überstehen können und haben alles wiederaufgebaut.

Aber dann wurde das Atomkraftwerk Fukushima immer das größere Thema in den Nachrichten und seit Tagen nirgends ein klares Wort, dass alles unter Kontrolle wäre. Stattdessen höre ich ständig etwas von Kernschmelze, Wasserstoffexplosionen und beschädigte Reaktoren in anderen AKW.
Falls es mal zu einem Super-GAU kommen würde, herrje, ich mag mir einfach die Folgen für Japan nicht vorstellen können und ich hoffe, dass es nicht dazu kommen wird.
Ach, wenn doch nur diese beunruhigenden Nachrichten endlich ein Ende fände...  die Japaner sind doch schon arg gebeutelt genug.

Und was von unserer Regierung zum Thema AKW kommt, das ist für mich zum Heulen. Aber selbst, wenn hier die AKW morgen abgeschaltet werden würden, sicher sind wir immer noch nicht, zu keiner Zeit. Nicht solange, wenn woanders AKW betrieben oder gebaut werden.

So... diese Gedanken mussten einfach raus. Danke fürs Lesen.
Ich bin wahrlich kein sehr emotionaler Mensch, aber ich glaube, es hat mich noch nie so eine Katastrophe mitgenommen wie diese!

Dienstag, 8. März 2011

Kinder des Grauens

Inspiriert von Chaosmacherins Blogeintrag habe ich jetzt mal spontan beschlossen, meine Topliste der unheimlichen Kinder in Horrorfilmen zu stellen. (Übrigens - es ist jetzt fast morgens, ich bin immer noch hellwach und ich trauere hier gerade mit Ibuprofen meinem gezogenen Zahn nach...)

Auch wenn das Element Gruselkinder in Horrorfilmen seit Jahren ziemlich überreizt wird, kann ich es nicht anders, als dieses Element zu lieben. Ich weiß nicht, wieso, aber meist steckt hinter jedem Gruselkind eine unglaubliche Vergangenheit dahinter, bei der ich einfach mitfühlen muss. Und wenn die Jungschauspieler auch noch begabt sind und das Ganze "glaubwürdig" rübertragen können, umso besser.

Übrigens ist die einzige Voraussetzung für die Topliste, dass sie alle das Aussehen eines Kindes haben. Wir wollen ja mal nicht so erbsenzählerisch sein. ^_^

And the Scary Oscar goes to...

Dienstag, 1. März 2011

[Dorama] Shinigami no Ballad.

"Tote Menschen können nicht weinen. Also weine ich an ihrer Stelle."


しにがみのバラッド。
Shinigami no Ballad. (2007)
Ballad of a Shinigami.


Inhalt: Momo ist ein Shinigami (jap. für Todesgott). Im Gegensatz zu den anderen schwarzgekleideten Shinigami ist sie ganz in weiß zu sehen. Zur Seite steht ihr Daniel, ein etwas vorlauter, schwarzer Kater mit Flügeln, welcher im Dorama allerdings als Kind dargestellt wird. Für einen Shinigami ungewöhnlich, fühlt Momo mit den Menschen, die bald sterben müssen, mit. Daher zeigt sie sich oft einem Todgeweihten vor seinem Ende, damit dieser oder dessen Umfeld nach seinem Ende nicht leiden muss.

mit: Shouko Hamada (Momo), Riko Yoshida (Daniel)

***
Der Anime zu Shinigami no Ballad enthält leider nur sechs Folgen, während das Dorama immerhin auf 12 Folgen á 25 Minuten kommen kann. Gern würde ich die Light Novels dazu lesen können, denn ich möchte so gern mehr über Momo und Daniel erfahren. Denn der Anime erzählt nur sechs Geschichten, bei denen die zwei eher im Hintergrund agieren.
Im Dorama wird die Vergangenheit von Momo und Daniel zum Glück etwas näher beleuchtet. Im Original und im Anime wird Daniel übrigens als ein Kater mit Flügeln gezeigt, im Dorama wird er verständlicherweise als (ebenfalls knuddeliges) Kind dargestellt. Das Dorama enthält auch mehr humorige Elemente als im Anime, allerdings wird es zum Ende hin sehr düster, was mir ganz gut gefällt.
Ach ja, genau, es ist DER Daniel auf meinem Header. Ich mag ihn sehr gern. ^___^

Momo und Daniel im Dorama...
... und in der Anime-Version.