Mittwoch, 16. Februar 2011

They Were Problem Children No One Wanted



Susannah Joy, 6 Jahre, Schizophrenie. Tyler, 8 Jahre, selbstmordgefährdet. Sarah, 7 Jahre, selektiver Mutismus. Max, 6 Jahre, Autismus. Freddie, 7 Jahre, geistig zurückgeblieben. Peter, 8 Jahre, aggressives Verhalten sowie anfällig für Krämpfe. William, 9 Jahre, mehrere Zwangsstörungen. Guillermo, 9 Jahre, blind und aggressives Verhalten. Sheila, 6 Jahre, zündete einen Dreijährigen zu Tode an.

Im ersten Buch von Torey Hayden - One Child aus dem Jahr 1980 - werden uns diese Kinder vorgestellt. Problemkinder, die keiner wollte, und daher in Torey Haydens Sonderklasse abgeschoben werden. Die sechsjährige Sheila, die als sehr wild und gewalttätig beschrieben wird, kommt als Neuzugang in ihre Klasse. Es kostet Torey sehr viel Mühe, das Vertrauen dieses Kindes zu erwecken. Überrascht stellt sie auch noch fest, dass Sheila sehr hochintelligent ist und sie versucht nun mit aller Macht, das Kind vor der Einweisung in die Psychiatrie zu bewahren.

Torey Hayden ist eine amerikanische Kinderpsychologin, die sich vor allem auf selektiven Mutismus spezialiert hat. Außerdem ist sie ebenfalls Sonderpadägogin, die Kinder, die einen besonderen Förderbedarf brauchen, in Sonderklassen betreut. Sie ist bekannt für ihre Non-Fiction-Bestseller, die auf ihren Erlebnissen mit ihren Schützlingen beruht.

Auf sie bin ich übrigens durch ein Manga gekommen und zwar "KIZU" von Otsuichi, der auch für seine als Manga adaptierte Werke wie "GOTH" oder "Can you hear me?" bekannt ist. Im Manga geht es auch um eine Sonderklasse und wie Otsuichi im Nachwort erklärte, woher er seine Inspiration erhielt, erwähnte er den Namen Torey Hayden und wie toll ihre Bücher doch seien. Neugierig geworden, habe ich den Namen ergoogelt, fand sie ebenfalls interessant und habe das erste gekauft und gelesen. Es war auf Englisch und enthielt 300 Seiten. Doch ich hätte nie gedacht, dass das Buch mich so dermassen fesseln konnte und war schon nach einem Tag mit dem Buch fertig. Es ist auch sehr gut verständlich geschrieben und vor allem voller Emotionen. Man lacht mit Torey, man weint mit Torey. Es gibt viele lustige Ereignisse, aber für mich überwiegt das Traurige, das Unfassbare doch mehr, vor allem, wenn man weiß, dass alles, was erzählt wurde, wirklich geschehen sind.

Torey Hayden hat übrigens eine mehr oder weniger regelmäßig aktualisierte Homepage, wo sie über ihre Bücher schreibt, aber auch, was aus ihren ehemaligen Schützlingen geworden ist, immerhin ist das erste Buch ja auch vor 30 Jahren erschienen. Einige von ihnen melden sich sogar kurz zu Wort. Sehr interessant! :) Ich ziehe es vor, erst ein Buch zu Ende zu lesen und dann gucke ich nach, was aus jenen im Buch erwähnten Kindern geworden sind. Ich hoffe ja immer, dass es allen heute gut geht.

Eine Liste ihrer Non-Fiction-Bücher
# One Child (1980) - Sheila
# Somebody Else's Kids (1981) - Bo und die anderen
# Murphy's Boy (1983) - Kevin
# Just Another Kid (1988) - Kein Kind wie alle anderen
# Ghost Girl (1991) - Jadie. Das Mädchen, das nicht sprechen wollte
# Tiger's Child (1995) - Meine Zeit mit Sheila (Fortsetzung)
# Beautiful Child (2002) - Hörst du mich, Venus?
# Twilight Children (2005) - Weil ich ein Alien bin

Die englischen Bücher kann man alle noch neu kaufen. Sie sind alle auch relativ billig. Die deutschen Bücher sind leider u.a. nur gebraucht zu bekommen.
Aber wie gesagt, auf Englisch sind die Bücher auch leicht verständlich. ^__^
Ich kann ihre Bücher nur wärmstens empfehlen. Interessieren sie euch?

Kommentare:

  1. Wie gemein, dass nur wir Schüler in Ba-Wü damit gequält werden.. ^^.
    Ja, es ist gälisch :) Irisch-gälisch und bedeutet soviel wie "Stille Wasser sind tief". Der Gegensatz zum Foto auf dem Header ist bewusst :). *

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  2. Oh ja, ICH interessiere mich dafür. XD
    Es scheint, du hast mich wirklich auf den Geschmack gebracht ^___^

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  3. Wow, großen Respekt, dass du über solche schwierigen Themen lesen kannst. Jedenfalls stelle ich mir das schwierig vor, und ich fürchte, durch die Geschichten selbst in eine düstere Stimmung zu geraten. Vor sechs Jahren las ich im Urlaub ein Buch über ein Mädchen, das sich eigentlich im falschen Körper wähnte, biologisch tatsächlich nicht eindeutig weiblich war und deswegen viele Haare psyschich darunter litt und auch einige nicht so schöne Erlebnisse zu berichten hatte.

    Hinterher war ich fertig. ._.

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  4. Ich meine natürlich "viele Jahre". Man sollte nie zwei Texte gleichzeitig schreiben. ^^

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  5. @Kelhim

    Hihi! ^^
    Also, ich denke nicht, dass diese Bücher einen mit runterziehen könnten, wenn man sie läse. Torey schreibt - grob gesagt - über die Fortschritte ihrer Schützlinge. Dass es dabei auch Hochs und Tiefs geben kann, ist klar, aber das Buch beendet man immer oft mit einem Lächeln. :)

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