Montag, 20. Dezember 2010

Not Another Yuurei Movie I

Yuurei = japanische Geister, die aus einem Grund nicht ins Jenseits eingehen können

Ich bin ein großer Fan von asiatischen Horrorfilmen und habe schon eine Sammlung dafür in meinem Regal reserviert. Auch wenn in gefühlten 90% davon irgendwelche Geisterfrauen oder Geisterkinder vorkommen, ich liebe sie einfach. Und wenn dazu eine gute Storyline dazukommt, umso besser. Ich werde hier mal meine kurze Meinung über vier Filme kundtun. Nur vier? Na ja, die Zahl vier gilt im fernöstlichen Sprachraum als Unglück, da man das Wort (fast) genauso ausspricht wie das Wort "Tod". Ist doch passend. ^_^
Fangen wir doch mal mit den Filmen an, die in meinen Augen richtig den Asia-Horror-Boom ausgelöst haben.


#1 - Ring (1998)
Ringu

"Du wirst in sieben Tagen sterben!" - Ich muss ja zugeben, durch das sehr gut gemachte Ami-Remake bin ich erst auf das Original gestoßen. Hier sieht Sadako zwar nicht so gruselig aus wie Samara, nein, eigentlich sieht sie sogar recht harmlos aus. Und wenig Effekte gibt es auch. Dennoch schafft der Film es, mich mit dem langsam aufbauenden Spannungsbogen in dessen Bann zu ziehen. Leider waren die Nachfolger Rasen, Ringu und Ringu 0 nicht so berauschend, eigentlich kein Wunder bei Fortsetzungen. Wobei Ringu 0 mir schon ein bisschen gefallen hat, den würde ich als Drama bezeichnen und man erfährt mehr über Sadakos Vergangenheit.


#2 - Dark Water (2001)
Honogurai mizu no soko kara
Mutter und Tochter ziehen in ein verkommenes Apartment. Mutter erlebt merkwürdige Sachen, die mit einem vermissten Mädchen zu tun hat. Ach, der Film gehört zu meinen Lieblingen. Kein Tröpfchen Blut kommt da vor, nur ein paar Wassertropfen, aus denen am Ende quasi ein Sintflut wird. Und es gibt auch ein paar Szenen, die einem ans Herz gehen. Ach ja, die Tochter-Darstellerin kriegt von mir den Niedlichkeitsbonus.


 #3 - Ju-on: The Grudge (2003)Ju-on
Wenn jemand mit einem Groll stirbt, entsteht ein Fluch. Oder so. Ich muss hier auch zugeben, dass ich das Remake zuerst gesehen habe, hat mir auch ganz gut gefallen, vielleicht, weil Sarah Michelle Gellar dabei war. Die nächsten zwei Ami-Fortsetzungen waren dann bloß Popcornschrott, den man sich anschauen kann, wenn man wirklich nichts Besseres zu tun hat. Das japanische Original und dessen Fortsetzung fand ich viel interessanter, auch wenn Kayako und Toshio hier harmloser rüberkommen - der Gruselfaktor bleibt trotzdem hoch. Außerdem war die Handlung aus der Sicht verschiedener Personen dargestellt, das fand ich gut. 2009 gab es zwei Fortsetzungen, in denen Kayako und Toshio Cameo-Auftritte haben, aber die können sich zu dem eben erwähnten Popcornschrott gesellen.


 #4 - One Missed Call (2004)
Chakushin Ari
Reinstes Popcornkino von Takashi Miike. Man kriegt auf dem Handy einen Anruf/eine Nachricht von sich selbst aus der Zukunft, um genau zu sein, zwei Tage später und wie man später erfährt, ist das der Todeszeitpunkt. Hat ein paar ganz schöne Schockmomente, die mir gefallen. Die Fortsetzung finde ich auch ausnahmsweise gelungen. Die zweite Fortsetzung kann man sich antun, wenn man Zeit totschlagen will.

Kommentare:

  1. hey, die klingen interessant :) werde mich mal auf die suche machen, besonders Honogurai mizu no soko kara klingt gut ^^

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  2. Hihi, schaust du dir sonst generell keine (asiatischen) Horrorfilme bzw. in der Richtung an?

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